Ausstattungshinweise zur Gestaltung von Spielräumen für Menschen mit Funktionseinschränkungen.

„Barrierefrei“ – Spielen ist für alle möglich.

Mit dem Stichwort „Barrierefrei“ verbindet sich das Bemühen, Spielräume für jeden Menschen zugänglich zu machen, unabhängig von seinem momentanen körperlichen und seelischen Zustand. Von noch grösserer Bedeutung ist in unseren Augen das damit ebenfalls verbundene Ziel, Spielräume integrativ zu gestalten.

Wir wünschen uns Bereiche, in denen alle Kinder, auch solche mit Funktionseinschränkungen, zusammen spielen und von einander lernen. Kinder erleben individuelle Lebensformen direkter, offener und selbstverständlicher als Erwachsene. Sie können noch eher frei auf den Menschen reagieren und nicht nur auf die Behinderung. Das gemeinsame Spiel kann Vorurteilen und Ausgrenzungsverhalten vorbeugen.

Behinderte Kinder, „Kinder mit funktionalen Einschränkungen“, brauchen noch stärker als andere Kinder spielerische Angebote, um Leben zu lernen. Neben Spass und Freude bringt das Spiel nämlich ununterbrochen Übungsmöglichkeiten, ist also auch eine Therapie. Oft geht es dabei um das Erreichen und Überwinden von psychischen und körperlichen Grenzen. Die motivierende Herausforderung eines schönen Spielangebotes erleichtert den Prozess. Im Spiel gelingt es, alternative Fähigkeiten zu entwickeln, die das eingeschränkte Leben erweitern. Dieses kann man eigentlich auch für„Norm Kinder“ in Anspruch nehmen, wobei die Einschränkung fortfällt. Man merkt dabei, dass es lediglich die Art und Weise des Spielens ist, die den Unterschied ausmacht! Spielen ist für alle Kinder nötig und möglich. Jeder auf seine Weise!

Unsere nachfolgende Tabelle stellt die Funktionseinschränkung in Beziehung zu einzelnen Gerätegruppen und die daraus folgernden Planungshinweise dar. Mit dieser Unterstützung Ihrer Arbeit versuchen wir, den Weg für integrative Spielräume zu ebnen.